Akupunktur 针灸

Die Akupunktur (lat. Acus - die Nadel, pungere – stechen) ist eine jahrtausend alte Heilmethode und ein wichtiger Bestandteil der chinesischen Medizin. Sie wird oft mit anderen Therapieverfahren, z. B. Moxibustion, Diätetik, Kräuterheilkunde und Chinesische Massagen kombiniert. Durch das Stimulieren bestimmter Punkte werden die körperlichen, seelischen (Emotionen) und geistigen Störungen durch Yin und Yang ausgeglichen. Durch Sedieren (Energie ableiten) bzw. Tonisieren (Energie aufbauen) werden Fülle und Leere, Mangel und Überschuss, Kälte und Hitze, Innen und Außen harmonisiert. Die Selbstheilungskräfte werden aktiviert, um die Gesundheit zu erhalten oder im Krankheitsfalle wieder herzustellen.

Die TCM kennt 12 Haupt- und 8 Nebenmeridiane. Meridiane (Jing Luo) sind Blut- und Energiewege in unserem Körper. Hier werden Blut und Energie transportiert. Das Blut hat eine flüssige Form, die Energie dagegen ist formlos. Die Blut- und Energiewege haben Verbindungen zum Körper, innerlich zu den Organen und äußerlich zum gesamten Körper. Nach dem gelben Kaiser können Meridiane auch Krankheiten verursachen und über Leben und Tod entscheiden. Die Akupunktur wirkt positiv auf das zentrale und periphere Nervensystem, auf Körpersäfte, Hormone und beeinflusst die Blutzirkulation und das Immunsystem. Es gibt mittlerweile viele verschiedene Akupunkturmethoden. Bo Sun hat eine Akupunkturmethode, die schon im "Gelben Kaiser" als Grundlage der TCM beschrieben wurde, weiterentwickelt - die so genannte Yin Yang Yuan Qi Methode.